Margarete-Loviscach-Ausstellung eröffnet

Blick in die Ausstellung

Am Freitag, dem 15. Juli, öffnete das Kurfürstliche Gärtnerhaus seine Tür zur Eröffnung der Ausstellung "Margarete Loviscach 1913-1999", die die Künstlergruppe Bonn in Zusammenarbeit mit der Horst-Rave-Stiftung veranstaltet. Fünfzig Besucher ließen sich von Werner Götzinger und Heidrun Wirth die Arbeiten von Margarete Loviscach erläutern und erfuhren auch manches Detail aus der Vita der stillen Künstlerin aus Beuel.

Die Einführung von Werner Götzinger veröffentlichen wir an dieser Stelle mit seiner freundlichen Genehmigung:

Einführung von Werner Götzinger

Werner Götzinger

Liebe Gäste und Besucher, herzlich willkommen im Namen der Künstlergruppe Bonn, der Horst-Rave-Stiftung und des Trägervereins für dieses Haus zur Gedächtnis-Ausstellung, mit der wir gemeinsam an die Bonner Künstlerin Margarete Loviscach erinnern. Unter der Besucherschar hier sehe ich auch ehemalige Schüler des Friedrich-Hertz-Gymnasiums, denen der Unterricht bei der beliebten und geschätzten Lehrerin noch in gutem Gedächtnis blieb.

Lange Jahre gehörte sie als Mitglied zur Künstlergruppe Bonn, mit ihr stellte sie unter anderem auch hier im Gärtnerhaus aus. Ihr Leben und Werk verdienen es, vor dem raschen Vergessen bewahrt und im Bewusstsein erhalten zu bleiben. Erinnern bedeutet auch Verpflichtung.

Gerade Margarete Loviscach gebührt ein solches Erinnern. Wer sie kannte, weiß um ihr stilles bescheidenes Wesen, ihre unauffällige Art. Nie trat sie mit forderndem Anspruch auf, etwa beim bekannten Gerangel um einen bevorzugten Hängeplatz in einer Gemeinschaftsausstellung.

Bei aller Bescheidenheit und Zurückhaltung: Ihre Bilder und Zeichnungen beweisen Kraft, Dynamik und Vielseitigkeit. Neben ihrem Lehrerberuf und ihrer künstlerischen Arbeit betätigte sie sich aktiv in der Lokalpolitik. Als Ratsmitglied gehörte sie zum damaligen Beueler Stadtrat. Marianne Pitzen erwähnt es im lesens- und sehenswerten Katalog, der anlässlich dieser Ausstellung vom Loviscach- Enkel Jan Wagner initiiert wurde und der am Eingang erworben werden kann - mit interessanten Textbeiträgen und vielen Abbildungen, auch vom Frühwerk der Künstlerin, das wir hier aus Platzgründen gar nicht zeigen können.  Und er, Jan Wagner, verdient Anerkennung, weil er das hinterlassene Werk seiner Großmutter ambitioniert betreut, es in die Horst-Rave-Stiftung überführte und einen Teil davon für diese Ausstellung zur Verfügung stellte. Aus Platzgründen  zeigt diese Ausstellung  auch nur ein Werk, eine Zeichnung, die zusammen mit dem Lebenspartner Horst Rave in der Künstlergemeinschaft Panda entstand. Auch sein gut gestalteter Katalog liegt vorne zum Verkauf, wie auch alle Bilder und Zeichnungen von Margarete Loviscach erworben werden können.

In das Werk von Margarete Loviscach wird nun Frau Dr. Heidrun Wirth einführen, allseits bekannt durch viele Ausstellungsbesprechungen und kritische Stellungnahmen im Feuilleton der Rundschau.

Heidrun Wirth
Hans M. Schmidt (l.) und Joachim Heusinger von Waldegg (Vorstandsmitglieder der Horst-Rave-Stiftung)